JGV Neuss Grevenbroich e.V. 1920

Mitglied im Jagdgebrauchshundverband JGHV e.V.

Pressemitteilung zu Frühjahrsprüfungen des JGHV im Jahr 2020

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Corona – Die Welt steht still


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Zwischen Panik und Gleichgültigkeit

Corona – Die Welt steht still

Zum ersten Mal nach Ende des zweiten Weltkrieges hat der JGHV seinen Verbandstag abgesagt. Frühjahrsprüfungen finden nicht statt. Richterschulungen fallen aus. Eine Telefonkonferenz des JGHV-Präsidiums jagt die nächste. Hamsterkäufe bei Klopapier, Mehl und Hundefutter. Fragen und keine Antworten – ein Virus lähmt die Welt. Und wir? Mittendrin!

 

Was wie eine wirre Aufzählung klingt, ist leider Realität. Wer hätte sich das noch vor wenigen Wochen vorstellen können? Wer hätte sich vorstellen können, dass ganz Europa, ja fast die ganze Welt aus Angst vor einer Seuche, zum Schutz der Bevölkerung den „Lockdown“-Knopf drückt? Wer hätte sich vorstellen können, dass wir innerhalb kürzester Zeit unser globales Wirtschaftssystem an den Rand der Existenz bringen und Millionen von Menschen in Angst und Schrecken leben? Wer aber wird uns Jahre später glauben, dass es in dieser Zeit Menschen gab, deren größte Sorge in diesen Tagen war, dass sie mit ihrem Hund keine Jugendsuche, keine Bringtreueprüfung oder keine Spurlautprüfung machen konnten?

 

Und der JGHV?

 

120 Jahre ist er alt, unser Verband. Darauf sind wir stolz. Stolz auf das Erreichte. Zwei Weltkriege hat der JGHV überstanden, die Weltwirtschaftskrise und die spanische Grippe, die in den Jahren 1918 bis 1920 weltweit fünfzig(!) Millionen Menschen das Leben kostete. Und jetzt? Der JGHV wird auch diese schwere Prüfung überstehen! Daran glaube ich, dafür arbeite ich, dafür arbeitet das gesamte Präsidium Ihres Verbandes und unsere Angestellten. Jagd und Jagdgebrauchshundewesen sind Teil unserer Kultur, sie sind fester Bestandteil des natürlichen Umgangs mit Wildtierpopulationen, sie sind Teil unserer Gesellschaft. Der JGHV ist mitten in dieser Gesellschaft!

 

Was ist zu tun?

 

Wer an den Untergang der Welt glaubt, muss sich keine Gedanken um das Morgen machen. Ich glaube an das Morgen und bin mir sicher, dass eine disziplinierte, engagierte Schar aus Jagdgebrauchshundeführern diese Herausforderung meistert.

 

Was ist aktuell zu tun? Wir müssen in allererster Linie das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden. Wichtig ist in diesen Tagen ausnahmslos die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und allem(!) voran unsere Gesundheit, die unserer Familien, Anverwandten, Freunde, Bekannten und aller restlichen Mitmenschen. Wichtig ist auch, dass wir in dieser schweren Zeit Teil der Gesellschaft sind und bleiben – eben „mittendrin“.
Wer in diesen Tagen, in denen in ganz Europa die Uhren still stehen, keine anderen Sorgen hat, als ein nicht absolviertes Derby, eine nicht geführte VJP oder JP, wer sich Sorgen um die Rücküberweisung seines Nenngeldes macht, wer Wehklage führt über eine nicht mögliche Anwartschaft oder einen Makel in der „Ordensschnalle“ seines Hundes, der, meine lieben Jägerinnen und Jäger, ist fern meiner bisherigen Vorstellungskraft menschlicher Geisteshaltung!

 

Pressemitteilung des JGHV

 

In einer Pressemitteilung hat sich das Präsidium des JGHV am 16. März 2020 an alle Führer, Richter und Vereine gewandt und ebenso höflich, wie eindringlich gebeten ab sofort alle Frühjahrsprüfungen bis zum 19. April zu unterlassen. Der JGHV kann nur bitten, er kann nicht anordnen. Veranstalter sind die Mitgliedsvereine – nicht der JGHV! Der JGHV kann nur an gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein, an Solidarität und Fürsorgepflicht für
unsere ältere Generation appellieren, an Herz und Verstand. Er kann nur Dinge anmahnen, die man eben hat oder nicht hat. Er kann nur von Menschen verstanden werden, die in der Lage sind zu empfinden, wie wir als Jäger mit Hund gesellschaftlich wahrgenommen werden, wenn wir in Zeiten größter Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung mit Flinte und Hund über die Felder laufen und Hunde prüfen. Der JGHV kann in seiner Bitte nur von Menschen verstanden werden, die heute wissen, wie wichtig es ist, dass ihr Dachverband, ihr Interessensvertreter auch in Zukunft als Teil der Gesellschaft und nicht als Randgruppe wahrgenommen wird. Sie bemerken richtig: von seuchenhygienischen Aspekten habe ich an dieser Stelle noch kein Wort verloren…..

 

Und nach dem 19. April?

 

Keiner von uns weiß heute, was nach dem 19. April ist. Keiner! Gemeinsam mit den Zuchtvereinen im JGHV werden zwei Szenarien entwickelt:

 

Szenario 1.
Die Durchführung von Frühjahrsprüfungen ist gesetzlich möglich und aus gesellschaftlicher und seuchenhygienischer Sicht vertretbar. Der JGHV wird nahezu alle bürokratischen Hürden abbauen um sicherzustellen, dass möglichst viele Hunde in den wenigen bis zum 3.Mai verbleibenden Tagen geprüft werden können. Zu dieser Vorgehensweise gehört beispielhaft der Verzicht auf die Anmeldefrist der Prüfung gem. PO, die Möglichkeit mehrerer Prüfungen an einem Tag durch eine Richtergruppe bei gutem Niederwildbesatz, der Einsatz von Notrichtern (einer pro Gruppe) ohne weitere Begründung, die Möglichkeit schriftlich gefasster Richterbesprechungen u.a.m.. Keine Suchenlokale, keine Massenaufläufe, keine Zuschauerkorona. Klein, fein, sauber, aus der Not eine Tugend gemacht!

 

Szenario 2:
Die Durchführung ist gesetzlich verboten oder aus Gründen fehlender gesellschaftlicher Akzeptanz nicht vertretbar. Der JGHV wird ähnlich der „Notlösung Ente“ die Möglichkeit bieten, dass Hunde, deren Zuchtfreigabe vom Bestehen einer Arbeit auf der Hasenspur abhängt, nach Ende der Setz- und Brutzeit (also im Sommer nach der Getreideernte) auf der Hasenspur geprüft werden können. Die Kontrolle der Schussfestigkeit und die Wesensüberprüfung sind Bestandteil dieser Notlösung. Wir gehen davon aus, dass es dabei völlig illusorisch ist alle Hunde im Herbst auf der Spur prüfen zu können. Es ist Aufgabe der einzelnen Zuchtvereine hier für den Prüfungsjahrgang 2020 ggfls. Änderungen der Zuchtordnungen für diesen Sonderfall zu beschließen und klar zu machen, dass nicht absolvierte Prüfungen, bspw. Derby/ VJP, keine Auswirkungen für weiterführende Prüfungen haben.


Zuchtvereine, die nicht auf die Prüfung des Jahrganges im Herbst diesen Jahres angewiesen sind, werden wir bitten, auf Prüfungen weitestgehend zu verzichten, damit wir mit der vorhandenen Kapazität an Richtern und Revieren das Arbeitsvolumen überhaupt stemmen können und das abarbeiten können, was notwendig ist. Wir müssen rasseübergreifend zusammenrücken. Es darf keine „Verlierergruppe“ und keine „Gewinnergruppe“ geben.

 

Was, wenn alles ganz anders wird?

 

Niemand hofft es, Mancher ahnt. Was passiert, wenn alles noch viel länger dauert? Wenn wir auch im Sommer und Herbst keine Prüfungen machen können, wenn in Europa abertausende von Toten zu beklagen sind. Was dann? Wirklich wissen tut dies keiner! Ich weiß es nicht!
Ich glaube ganz fest an das Morgen, ich glaube ganz fest an die Stärke Gleichgesinnter und ich bin fest überzeugt davon, dass es uns gelingt, aus dieser Krise als Gewinner herauszugehen, wenn es uns jetzt gelingt, in Respekt vor den Sorgen Dritter, in tiefer Dankbarkeit vor den Leistungen unserer älteren Generation und dem innigen Wunsch nach deren gesundheitlicher Unversehrtheit, mit Anstand und Moral zu zeigen, dass Jagd und Jägerschaft keine Randgruppe dieser Gesellschaft sind. Nur wenn wir klar aufzeigen, dass wir zwar engagiert für unsere Sache eintreten aber stets das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden können, dass wir eben „mittendrin“ sind, wird man in Politik und Gesellschaft uns morgen noch Gehör schenken. Bitte helfen Sie dabei mit!

 

Lassen Sie mich mit einem liebgewordenen Zitat schließen.

 

„Dankbar rückwärts, liebend seitwärts, mutig vorwärts, gläubig aufwärts!“

 

Bleiben Sie und Ihre Familien gesund, ich freue mich auf’s Wiedersehen!

 

Ho Rüd Ho!

 

Ihr/Euer

 

Karl Walch, Präsident des JGHV

 

im Namen des gesamten Präsidiums


 






Absage Richterschulungen Billerbeck und Harsewinkel

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Jagdgebrauchshundfreunde

 

aufgrund der aktuellen Entwicklung teilen wir mit, das wir die geplanten Richterschulungen am 15.03.2020 in Billerbeck und am 29.03.2020 in Harsewinkel absagen.

 

Bitte geben Sie diese Informationen an Ihre Verbandsrichter/Innen weiter, damit unnötige Anreisen zu den Veranstaltungen vermieden werden.

Die Durchführung anderweitiger Veranstaltungen (Versammlungen, Prüfungen) obliegt derzeit den Verantwortlichen der Vereine, ggf. in Abstimmung mit den lokalen Behörden.

https://www.facebook.com/Jagdgebrauchshundverband-307939946380891/

Sollten sich hier andere Entwicklungen ergeben, werden wir Sie zeitnah über diesen email Verteiler und auf unserer Webseite www.jkv-nrw.de informieren.

 

Freundliche Grüße 

 

JGHV Landesverband NRW

Jagdkynologische Vereinigung

 

Jörg Wöhrmann

Stellv. Obmann






JGHV-Hauptversammlung am 22. März 2020 findet nicht statt!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Jagdgebrauchshundewesens,

das Präsidium des Jagdgebrauchshundverbandes e.V. hat vor dem Hintergrund der angespannten Lage zum neuartigen Coronavirus, in enger Absprache mit zahlreichen Zuchtvereinen und den Vertretern der Jagdgebrauchshundevereine, am 12. März 2020 beschlossen, den Verbandstag am 22. März 2020 und die JGHV Veranstaltungen am Vortag abzusagen.

Auf Basis der Empfehlung der Gesundheitsministerien sah sich die Verbandsführung ver-pflichtet, sorgfältig abzuwägen, ob eine überregionale Veranstaltung mit mehreren hundert Teilnehmern, wie sie die Hauptversammlung des JGHV darstellt, derzeit „zwingend erforderlich“ ist.
Sehr geehrte Damen und Herren, lassen Sie mich an dieser Stelle auch ein paar persönliche Worte als Präsident Ihres Verbandes verlieren:

Die Absage unserer Hauptversammlung war eine äußerst schwierige Entscheidung, die ich mir nicht leicht gemacht habe.

Ein Verbandstag ist nicht nur satzungsgemäße Vereinsarbeit, sondern auch ein bundesweites Treffen Gleichgesinnter. Er ist Ort des Gedankenaustausches und dient der Pflege freundschaftlicher Kontakte. Er sichert den Dialog über Ländergrenzen und Rassen hinweg. Dieses Ziel wurde in den letzten Tagen durch unzählige Absagen und Rückfragen zum Ver-bandstag massiv in Frage gestellt.

Zudem ist die Sorge um die Gesundheit der Teilnehmer vor Ort und deren Familien zuhause sehr groß und ließ keine andere Entscheidung seitens des Präsidiums zu.

Die Frage, ob und wann der Verbandstag 2020 nachgeholt werden kann, wird auf Grundlage der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie so früh als möglich entschieden.

Blatt 2 zum Schreiben JGHV Hauptversammlung 2020 - Absage

Wir werden Sie hierüber zu gegebener Zeit schriftlich und über das Verbandsorgan „Der Jagdgebrauchshund“ informieren.

Ich wünsche Ihnen und den Ihrigen, auch im Namen des Präsidiums, in diesen Tagen vor allem Gesundheit und hoffe auf Ihr Verständnis für die getroffene Entscheidung, den Verbandstag am 22. März 2020 abzusagen.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil!

 

Karl Walch
Präsident des JGHV






Hundeführer-Grundlagen-Lehrgang zur Einarbeitung des Hundes auf Schweiß

Hundeführer-Grundlagen-Lehrgang zur Einarbeitung des Hundes auf Schweiß

 

nach Wildmeister Hans-Joachim Borngräber

mit Schweißhundstation Düsseldorf

 

 

Grundlehrgang bis zur Übernachtfährte (Sa. 4. und So. 5. April 2020)

 

Teilnehmer                            12-15 Teilnehmer mit Hund (Grundlehrgang)

                                                Teilnehmer ohne Hund (Grundlehrgang)

 

Kosten                                    Teilnehmer/in mit Hund                    250 €

                                               Teilnehmer ohne Hund                      150 €

                       

Anmeldung bitte ab sofort unter lackingerkarger@arcor.de

Nenngeld ist Reuegeld. Überweisung bis spätestens 15.März 2020 mit Angabe Ihres Namens und Stichwort „Grund-Lehrgang Schweiß mit Hund“ oder „Grund-Lehrgang Schweiß ohne Hund“ an:

 

JGV Neuss-Grevenbroich

BIC: GENODED 1NLD?

IBAN: DE69305605482406050010

 

Zielpublikum:                         alle Hundeführer von Jagdgebrauchshunden:

                                               - Führer von Welpen und Junghunden zur Basisausbildung

                                               - Führer junger Hunde, die aktuell eingearbeitet werden

- Führer älterer Hunde zur Verbesserung der Technik (nach Absprache)

 

Veranstaltungsort:                Forsthof-Förster

                                               Knipprather Strasse 251-253

                                               40789 Monheim am Rhein

 

 

Wir essen gemeinsam im Suchenlokal zu Mittag, es gibt Getränke und nachmittags Kaffee & Kuchen (nicht im Preis inbegriffen).

 

 

 

 

 

 

Seminarablauf

 

1. Tag (Samstag)    Anreise bis 9:30h

10-12h                        Im Lehrsaal

  • Begrüßung und Vorstellung der Gespanne (Hund, Ziel der Ausbildung)
  • Theorie: Was ist Nachsuche?

 

12-13h                        Mittagspause

 

13-13:30h                   Im Revier

  • Anschuss – Ausschuss auf dem Boden (simulierte Schußsituation, Pirschzeichen): Bedeutung für die Nachsuche

 

13:30-15:30h              Arbeiten von Schleppen oder einfacher Fährten und Besprechung

 

15:30-16:30h              Legen von Fährten mit dem Fährtenschuh (für den nächsten Tag)

 

16:30-18h                   Im Lehrsaal

  • Die Fährte als Grundlage der Nachsuche (vom Anschuss zum Stück)
  • Was ist die Fährte
  • Einarbeitung des Hundes I (Riechvermögen, Stehzeit der Fährte, Legen der Fährte, Bedeutung von Schalen, Schweiß, Pirschzeichen, Zielobjekt)
  •  

2. Tag (Sonntag)

10-12h                        Im Revier

  • Arbeiten der Übungsfährten – Videoaufnahmen der Arbeiten

 

12-13h                        Im Lehrsaal

  • Besprechung einzelner Arbeiten anhand der Videos

 

13-14h                        Mittagspause

 

14-15h                         Im Lehrsaal

  • Einarbeitung des Hundes II (Wann fängt man an, wichtige Ausbildungsschritte im ersten und zweiten Lebensjahr des Hundes, Kommandos)

15:30-16h                   - Einarbeitung III (Verweisen)

 

16-17:30h                   Im Revier

- Anlegen und Arbeiten einer Verweiserbahn

 

17:30-18h                   Im Lehrsaal

                                    - Abschlussbesprechung

Und jetzt noch ein paar Informationen und Empfehlungen:

 

 

Zur Vorbereitung des Lehrgangs ist es sinnvoll, das Lehrbuch von Hans-Joachim Borngräber und Ingeborg Lackinger Karger „Die Schweißarbeit und die Einarbeitung mit dem Fährtenschuh. Lehrbuch für alle Gebrauchshundrassen“ (Kosmos Verlag, 2018. ISBN-10: 9783440154618 ISBN-13: 978-3440154618 ASIN: 3440154610. 50€) zu lesen. Damit ist vor allem für Erstlingsführer ein solides Verständnis der Grundbegriffe gelegt.

Im Lehrgang wird mit dem Fährtenschuh gearbeitet. Alle Hundeführer müssen eigene Fährtenschuhe mitbringen. Wer keine besitzt, kann sich das neue Modell, das in Zusammenarbeit mit H.-J. Borngräber entwickelt wurde, auf dem Lehrgang ansehen. Es ist ein Schuh mit benutzerfreundlichem Klettverschluss, unter den die Schalen geklemmt werden. Die Kosten liegen bei rund 150 €.

 

Der Hund braucht eine Schweißhalsung mit Schweißleine. Wer noch keine Ausrüstung für den Hund hat, dem sei die Seilerei Dollenberg, Bergstrasse 37, 29221 Celle, tel: 05141.23793 empfohlen. Sie stellt handwerkliche, unverwüstliche, pflegeleichte Lederhalsungen und passende rote Riemen aus schnell trocknendem und sowohl in trockenem wie nassen Zustand griffigem Longierband her. Bei telefonischer Bestellung ist die Ausrüstung meist binnen einer Woche geliefert.

 

Bitte bedenken Sie, dass wir – wie im jagdlichen Alltag - bei jedem Wetter arbeiten werden und Sie sich entsprechend ausrüsten! Sie brauchen zwar keine dornenfeste Kleidung, aber vergessen Sie ihre Handschuhe nicht! Die Arbeiten der Hunde werden auf Video aufgenommen und anschließend besprochen. Die Bänder werden danach vernichtet. Eigene Aufnahmen (Foto/Video) dürfen ausschließlich zur privaten Nutzung gemacht werden!

 

Weiterhin brauchen Sie:

  • eine Spritzflasche für Schweiß aus dem Laborbedarf (nur die Hundeführer)
  • einen Notizblock für Ihre Notizen.

Bitte bringen Sie diese Utensilien unbedingt mit!

 

Die Hundeführer bringen bitte mit:

  • ein Paar frische oder aufgetaute Schwarzwildschalen, ein Stück Schwarte als Zielobjekt
  • ca. 1/4l aufgetauten Schwarzwildschweiß (wenn möglich).





Prüfungsherbst 2019 im JGV Neuss-Grevenbroich 1920 e.V.

Am 21. September 2019 fand im JGV Neuss-Grevenbroich die erste Zucht- und Leistungsprüfung HZP und BP §6 und §7 statt, am 13.10. dann die zweite HZP. Die VGP richtete der Verein am 12./13. Oktober aus.

In diesem Jahr konnten wir endlich wieder am eigenen Gewässer der KJS die Prüfung inkl. „Müller-Ente“ abhalten.

 

Für die Prüfungen im Feld und verleitungsreichen Wald fanden wir in Meerbusch, Strümp, Osterrath, Büderich, Meerer Busch, Holzbüttgen, Viersen, Wegberg und Willich beste Möglichkeiten! Wir danken den Revierinhabern und –führern an dieser Stelle sehr herzlich für ihre auch in diesem Jahr unvermindert passionierte Unterstützung der Vereinsarbeit und unserer Hundeführer. Man kann es nur immer wiederholen: Diese Hilfe ist nicht selbstverständlich! Brauchbare Hunde kommen uns aber letztlich allen zu Gute und sind ein zuverlässiger Garant für eine waidgerechte Jagd.

 

Bei den beiden HZP-Terminen wurden insgesamt gut bis sehr gut eingearbeitete Hunde vorgestellt: zwei Deutsch Drahthaar, zwei Kleine Münsterländer, ein Großer Münsterländer, ein Pudelpointer und ein Ungarisch Kurzhaar. Am Ende der Prüfungen freuten sich Rainer Krauhausen mit DD Claire von der Südeifel über 190 Pkt (Suche, Vorstehen, Führigkeit, Arbeitsfreude, Stöbern mit Ente: 11 Pkt), Dieter Fonken mit KlM Cora vom Püninger Eck über 189 Pkt (Nase, Suche, Vorstehen, Führigkeit: 11 Pkt), Wilhelm Platen mit PP Conny vom Struckerhof über 179 Pkt, Hans-Peter Toll mit DD Alfi vom Schauelshof über 178 Pkt, Nicole Anzinger-Bitsch mit GM Fanny vom Hochholz über 176 Pkt und Helga Szalai-Czizmadia mit UK Csövarbecki Dacos über 158 Pkt. Alle Hunde konnte beim Stöbern mit Ente an unserem sehr guten Gewässer 10 Pkt erarbeiten – der spätere Suchensieger sogar 11 Pkt. Ein KlM konnte leider nicht bestehen.

 

Zur VGP traten neun DD, ein KlM und ein WK an, die sich durchweg sehr gut bis hervorragend eingearbeitet präsentierten. Das Prüfungsergebnis war in diesem Jahr insgesamt außergewöhnlich gut, denn alle Hunde bestanden mit über 300 Pkt!

Es führte (auch) in diesem Jahr Stephan Breuer mit DD Max II vom Bandorfer Forst mit 343 Pkt/I, der zuvor auf der Hegewald in Baden mit 232 Pkt den herausragenden Platz 6 belegt hatte. Es folgten Alexander Feemers mit Callie vom Sägewerk mit 339 Pkt/I, spl (Hegewald Platz 75 mit 217 Pkt), Karl-Josef Esters mit DD Vulkan v.d. Aschenbroecksheide mit 330 Pkt/I (Hegewald Platz 48 mit 222 Pkt), Reiner Cornelius Maria Brecher mit DD Xella vom Schaar mit 310 Pkt/I, Franz Hermanns mit DD Zofie vom Schaar mit 340 Pkt/II (Hegewald Platz 168 mit 198 Pkt), Ingo Helmers mit WK Eragon vom Feuerbach mit 321 Pkt/II, Hans Joosten aus den NL mit KlM Bailey Nova v.d. Chesannehof mit 320 Pkt/II, Frank Martini mit DD Ringo vom Napoleondamm mit 319 Pkt/II, Roswitha Schmidt mit DD Max Oroslavski Zvirek mit 318 Pkt/II, Stefan Engels mit DD Winny vom Schaar mit 312 Pkt/II und Peter Kallen mit DD Astra vom Latumer Bruch mit 320 Pkt/III.

 

Am zweiten Tag der Prüfung frühstückten wir in bewährter Tradition im Suchenlokal bei Familie Balaban im „Jägerhof“ und fanden uns dort auch wieder zur Preisverleihung ein. Allen Hundeführerinnen und Hundeführern stand die Anstrengung, aber vor allem die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben! Und Gleiches gilt für die Richterinnen und Richter, denn sie hatten es angesichts der hervorragenden Vorbereitung der Gespanne nicht schwer bei deren Beurteilung.

 

Herzlichen Dank und Waidmannsheil – das kann man wirklich nicht oft genug sagen – noch einmal vor allem den Revierinhabern und –führern für ihre Unterstützung! Dank auch an die Richter und Richterinnen, die nicht unwesentlich zur sachgerechten und zugleich im Sinne der Hunde wohlwollenden Prüfung beitragen und nicht zuletzt den Prüflingen, die sich mit ihren Hunden der Beurteilung stellen.

 

Ein herzliches Ho-Rüd-Ho speziell noch einmal denen, die ihre DD auf der Hegewald so erfolgreich präsentieren konnten – dazu gehören auch noch Hans-Josef Groten, der mit Vitus von der Berkelquelle Platz 74 mit 218 Pkt und Monika Bürgers, die mit Lina II v.Hohrnbusch Platz 125 mit 210 Pkt erreichen konnten!

 

Ingeborg Lackinger Karger






Brauchbarkeitsprüfung NRW – Anerkennung von Verbandsprüfungen des JGHV

Mit Schreiben vom 16.08.2019 hatte der Landesjagdverband NRW mitgeteilt, welche Verbandsprü-fungen des JGHV unter welchen Voraussetzungen für die Feststellung der Brauchbarkeit herangezogen werden können. Dem ist das Präsidium des JGHV mit Hinweisen vom 20.08.2019 teilweise entgegengetreten.

Für das Bundesland NRW hat das zuständige Umweltministerium daher noch einmal durch schriftliche Mitteilung vom 23.08.2019 rechtsverbindlich klargestellt, dass nur das sichere und selbständige Bringen in allen Bringleistungsfächern die Brauchbarkeit für die Nachsuche auf Niederwild (außer Rehwild) nachweisen kann. Eine Herbstzuchtprüfung, auf welcher der Hund nicht ohne Einwirkung apportiert hat, reicht danach nicht aus, um in NRW die Brauchbarkeit für die Nachsuche auf Niederwild (außer Rehwild) nachzuweisen.

Vor diesem Hintergrund und um noch rechtzeitig vor den Prüfungen für Rechtssicherheit zu sorgen, haben sich die beteiligten Verbände im berechtigten Klarstellungsinteresse der Hundeführer und Verbandsrichter wie folgt geeinigt:
 

  1. Nur noch die bestandene HZP mit selbständigem Bringen in allen Fächern berechtigt zum Prüfen der Zusatzfächer und zur Erlangung der Brauchbarkeit.
     
  2. Eine nach der VZPO zulässige zweite HZP mit selbständigem Bringen in allen Fächern berechtigt ebenso zum Prüfen der Zusatzfächer zur Erlangung der Brauchbarkeit.
     
  3. Eine auf einer bestandenen HZP mit Fehlverhalten beim Bringen auf der Federwild - / und oder Haarwildschleppe geprüfte und nach Ziff. 1 bestandene „Müller-Ente“ ohne Fehlverhalten wird nicht erneut geprüft, sondern für eine komplette Prüfung nach BPO NRW übernommen, dies entspricht § 14, Ziff. 7 Buchstaben e) und g) VZPO 2017. Das Formblatt 5 mit der Eintragung „Einwirken bei Fehlverhalten: Nein“ in Ziff. 10 „Art des Bringens“ b) „Ente“ ist in Kopie zum Brauchbarkeitsprüfungszeugnis zu nehmen.
     
  4. Eine bestandene VGP oder VPS oder gleichermaßen anerkannte Gebrauchsprüfungen der Mitgliedsvereine des JGHV, auf denen der Hund selbständig gebracht hat, erfüllen jeweils die Bedingungen der BPO NRW. Das gilt auch dann, wenn die Zensur für das Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer aus einer HZP z.B. gemäß § 22 Ziffern 5 und 7 VGPO 2017 bzw. § 22 Ziffern 5 und 7 VPSO 2017 übernommen wurde.

Alle übrigen mit Schreiben des LJV vom 16.08.2019 mitgeteilten bzw. in den beiden Richterfortbildung zuvor bereits vorgestellten Regelungen und Ausnahmeregelungen entfallen ersatzlos.


Werner Rohe, LJV NRW
Peter Wingerath, JKV NRW
Karl Walch, JGHV






Einladung zur Vertreterversammlung JKV NRW + Richterschulung zum Thema „BPO NRW in der Fassung 2019“

Für alle Verbandrichter!

Einladung zur Vertreterversammlung der JKV NRW 2019

Sehr geehrte Vertreter unserer Mitgliedsvereine, liebe Jagdhundefreunde,

wir laden Sie herzlich zu unserer Vertreterversammlung ein für Sonntag, den 21.07.2019 um 09:00 Uhr Restaurant „Domstuben“, Brückstraße 81, D-45239 Essen https://www.domstuben.de/

Geplant ist folgende Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des Protokolls der Vertreterversammlung 2018, veröffentlicht auf der Webseite des JGHV Landesverband NRW – www.jkv-nrw.de – Aus der Arbeit der JKV NRW
  4. Bericht des Obmanns
  5. Bericht des Kassen- und Schriftführers
  6. Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes
  7. Sachstand Projekt Jagdhundeunfallversicherung
  8. Seminarplanung 2019 / 2020 Wünsche und Anregungen
  9. Diskussion über eine Gründung des JGHV Landesverband NRW e.V. aus der JKV NRW
  10. Festlegung eines Mitgliedsbeitrags
  11. Verschiedenes

Im Anschluss an die Vertreterversammlung findet eine Richterschulung zum Thema „BPO NRW in der Fassung 2019“ statt. Referent: Werner Rohe
Bitte geben Sie den Hinweis auf die Richterschulung BPO an Ihre Verbandsrichterinnen und Ver-bandsrichter weiter. Insbesondere wegen des TOP 9 bitten wir darum, dass JEDER Verein einen Vertreter entsendet!

Zur Platzplanung für unseren Wirt bitten wir um Anmeldung bis 14.07.2019 an woehrmann@jkv-nrw.de

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil!

Ihr JKV-Vorstand Peter Wingerath, Jörg Wöhrmann und Hansjörg Maintz






VJP 2019

Auch dieses Jahr fand die Jugendsuche wieder in der ersten Aprilhälfte statt. Am 13. April 2019 trafen sich die Hundeführerinnen und -führer und die Richtercorona früh um 7h zum traditionellen gemeinsamen Frühstück im Suchenlokal „Jägerhof“ bei Familie Balaban.

Die zehn angemeldeten Hundeführerinnen und –führer – unter anderem zwei aus den Niederlanden und die ihnen zugeteilten Richterinnen und Richter wurden vom Prüfungsleiter Oliver Kersken begrüßt und im Rahmen des „offenen Richtens“ in die Prüfungsordnung der JGHV eingewiesen.

Es war wie schon in den Wochen zuvor wieder ein frischer Tag vorausgesagt. Die seit langen Wochen ausbleibenden Niederschläge hatten aber überall zu sehr trockenen Bodenverhältnissen geführt. Überraschenderweise geriet dann ganz zum Schluss der Prüfung eine der Gruppen mitten in der Notenverkündung in einen Hagelschauer – Aprilwetter eben!

Erfreulicherweise waren die Reviere zumindest mit Hasen sehr gut besetzt. Das Federwild macht sich ja schon seit Jahren zu Rarität... So konnten aber die Spurarbeiten leicht beurteilt werden. Allerdings forderte die Trockenheit die Nasenarbeit der Hunde stark heraus. Andererseits gab es so auch die Möglichkeit besonders gute und sichere Spurarbeit zu zeigen und einem der Hunde gelang es, eine 11 für die Spur zu erringen. Wo es an Flugwild mangelte, konnten die Hunde am Hasen in der Sasse oder am Kanin das Vorstehen zeigen.

Alle Hunde erbrachten letztlich die vorgeschriebenen Leistungen – einige sogar im oberen „sehr gut“:

 

Suchensieger wurde DD Vitus von der Berkelquelle mit Hans-Josef Groten mit 75Pkt. sil und Härtenachweis

Auf den Plätzen folgten DD Max II vom Bandorfer Forst mit Stephan Breuer mit 72Pkt. spl/sil,

KlM Cora vom Püninger Eck mit Dieter Fonken mit 72Pkt. sil,

DL Anton vom Fritzengrund mit Benjamin Keup mit 70Pkt. spl/sil,

DD Vulkan von der Aschenbroecksheide mit Karl-Josef Esters mit 70Pkt., sil,

DD Assi II vom Bründelfeld mit Berend Schulte mit 67Pkt., sil,

DL Hunter v.d. Westkerkseberg mit Paulus Jan Poldermann mit 65Pkt., spl/sil,

DL Fleurtje v.d. Westkerkseberg mit Wilma de Graaf-Twist mit 65Pkt., frgl,

DD Lui II von Hohenbusch mit Monika Bürgers mit 62Pkt., sil,

DD Amy vom Schauelshof mit Hendrick Wolters mit 62Pkt., frgl.

 

Am Ende trafen sich alle wieder im Suchenlokal für die Verleihung der Urkunden und Preise. Ein herzliches Waidmannsdank geht an die Revierinhaber und –führer, die die Prüfungsarbeit im Verein erst möglich machen und an die Richter und Richterinnen, deren gelassene Gruppenleitung viel zum Gelingen der Prüfung beigetragen hat: gerade die Erstlingsführer profitieren davon in besonderer Weise – über alle Sprachgrenzen hinweg.

 

Ingeborg Lackinger Karger






Wichtige Neuerungen für Verbandsrichter_innen und -anwärter_innen im JGV

Ab dem neuen Jagdjahr tritt eine wichtige Änderung in Reglement für Verbandsrichter_innen im JGHV in Kraft, an die sich ab dem 1.4.2019 zu halten ist:

 

Jede/r Verbandsrichter_in und Anwärter_innen hat neben ihrem mindestens einen nach den Regularien des JGHV bis zur VGP durchgeführten Hundes/Hündin (für diese Hunde ist es irrelevant, ob man sie auf ...

...






13.03.2019 Lehrgangsbeginn Hundeführerlehrgang VJP-Vorbereitung

Lehrgangsbeginn Hundeführerlehrgang
VJP-Vorbereitung

Kursleiter
Karl Josef Esters und Stephan Breuer

17:00 Uhr Tribünenweg in 41516 Grevenbroich Wevelinghoven






Hundeführer-Grundlagen-Lehrgang zur Einarbeitung des Hundes auf Schweiß

nach Wildmeister Hans-Joachim Borngräber
mit Schweißhundstation Düsseldorf


Grundlehrgang bis zur Übernachtfährte (Sa., 16. – So., 17. März 2019)
Voraussetzung für die Teilnahme am Fortgeschrittenen-Lehrgang Mai 2019

Teilnehmer    
12-15 Teilnehmer mit Hund (Grundlehrgang)
Teilnehmer ohne Hund (Grundlehrgang)

Kosten    
Teilnehmer/in mit Hund    250 €
Teilnehmer ohne Hund    150 €

Überweisung bis spätestens 8.März 2019 mit Angabe Ihres Namens und Stichwort „Grund-Lehrgang Schweiß mit Hund“ oder „Grund-Lehrgang Schweiß ohne Hund“ an:

JGV Neuss-Grevenbroich
BIC: GENODED 1NLD?
IBAN: DE69305605482406050010
...






Aujeszky - Todesfall nach Jagd im Kreis Viersen/Nordrhein-Westfalen

Aujeszky - Todesfall nach Jagd im Kreis Viersen/Nordrhein-Westfalen

Am 02.12.2018 verstarb in Mönchengladbach ein Foxterrier infolge einer Aujeszky-Infektion. Am 23.11.2018 hatte er auf einer Drückjagd in Brüggen, Kreis Viersen zuletzt mit einem Deutsch-Langhaar einen Frischling gehalten, der abgefangen werden konnte. Im Rahmen des ASP-Monitorings genommene Proben aus der Schwarzwildstrecke ergab nach aktueller Erkenntnislage zumindest in einem Fall einen fraglichen Befund für eine AK-Infizierung. Erste typische Symptome traten bei dem betroffenen Terrier am 01.12.2018 auf. Die Inkubationszeit betrug danach 8 Tage. Der Terrier begann, sich unaufhörlich zu kratzen. In der anfänglichen Annahme einer allergischen Reaktion verabreichtes Cortison brachte trotz subkutaner Injektion keine Linderung.  Danach setzte ein rapider Abfall der Vitalität ein, später starkes Fieber.  Der in der Klinik geäußerte Verdacht auf eine Aujeszky-Infektion wurde durch Befund des CVUA RRW in Krefeld vom 05.12. positiv bestätigt.

Die Aujeszky-Krankheit verläuft im Falle der Infektion für Jagdhunde stets tödlich. Die Symptome sind anfänglich eher harmlos. Nach ihrem Auftritt verstirbt der Hund in der Regel sehr schnell. Die nur aus den Angaben der Hundeführer aus dem letzten Kontakt mit  mutmaßlichen Virenträgern abgeleitete Inkubationszeit wurde infolge zunehmender Erkenntnisse auf nunmehr bis zu 14 Tagen ausgedehnt.

Gegen eine Infektion gibt es keinen absolut verlässlichen Schutz. Ein zweifelsfrei wirksamer Impfstoff wird für Hunde nicht angeboten. Die Infektionsgefahr durch Schwarzwild lässt sich örtlich revierbezogen kaum eingrenzen. Virenträger sind nicht automatisch infektiös. Nachweise auf Antikörper in einer Schwarzwildstrecke lassen nur den Schluss auf eine Infizierung zu, nicht aber, ob und wie viele Stücke tatsächlich zum Zeitpunkt der Jagd Viren übertragen können.    Insbesondere starker Stress für das Schwarzwild führt dazu, dass latente Virenträger infektiös werden und das Infektionsrisiko urplötzlich auftritt oder ansteigt.

Auf der Grundlage dieser zusammengefassten Erkenntnislage können nur folgende Empfehlungen ausgesprochen werden:

  1. Jeder unnötige Kontakt zwischen Hund und Schwarzwild gilt es strikt zu vermeiden. Jagdhunde sind von erlegten Stücken – insbesondere auf der Strecke - fern zu halten. Unaufmerksame oder sorglose Hundeführer sind anzuhalten, dies zu beachten.
  2. Aufbruch ist hundesicher zu entsorgen.
  3. Von Hunden gestellte Stücke sind unverzüglich zu erlegen. Ebenso natürlich festgehaltene Stücke. Bei der Zusammenstellung der Treibergruppen ist darauf zu achten, dass durch ausreichende Anzahl von bewaffneten und erfahrenen Hundeführern das sofortige Erlegen gestellter oder gefangener Stücke sichergestellt ist.
  4. Ist ein Wildschwein von Hunden gefangen, sollten ausreichend viele Hundeführer und Treiber hinzueilen, um das Beischlagen anderer Hunde oder das weitere Nachfassen der schon anwesenden Hunde während des Abfangens oder danach am toten Stück sofort zu unterbinden. Das tote Stück ist zu bergen und so abzulegen, dass möglichst ein weiterer Hundekontakt ausscheidet.  
  5. Der Einsatz überscharfer oder zum Anschneiden neigender Hunde ist grundsätzlich zu hinterfragen – in Verdachtsgebieten sollte er ausgeschlossen sein. Bei noch jungen Hunden ist auch aus diesem Grund der vorherige Besuch eines Schwarzwildgatters zur Feststellung übertriebener Schärfe ratsam. Die Erfahrung, dass Schwarzwild wehrhaft ist, sollte der noch junge Hund nicht erst auf einer Jagd an einem infektiösen Stück sammeln müssen.
  6. Insbesondere nach einem Kontakt mit Schwarzwild sollten Hundeführer bei mehreren geführten oder mitgeführten Hunden darauf achten, dass am Hund verbliebener Speichel des zuvor erlegten Stücks nicht für ihn selbst oder gar für andere Hunde erreichbar bleibt bzw.  werden kann. Die Infektion von Hund zu Hund ist bislang nicht bekannt, kann aber auch nicht sicher ausgeschlossen werden.

Schließlich:

Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion. Die Gefahr des Straßenverkehrs oder geschlagen zu werden ist für Jagdhunde ungleich größer einzustufen.   Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, das Risiko einer Infektion zusätzlich einzudämmen. So wenig Kontakt mit dem Schwarzwild wie nötig, um es auf die Läufe zu bringen und in Bewegung zu halten, schützt letztlich nicht nur den Hund, sondern ist letztlich  auch der waidgerechtere Weg der Schwarzwildbejagung.

Letztlich muss jeder Hundeführer entscheiden, welches Risiko er seinen Hund aussetzt. Dazu ist erforderlich, dass auch Verdachtsfälle frühzeitig gemeldet und verstorbene Hunde untersucht werden.

Die JKV NRW im JGHV e.V. wird die Hundeführer hier zeitnah unterrichten.

Peter Wingerath, 1. Vorsitzender der JKV NRW im JGHV e.V.

 






Exzellente Ergebnisse auf der Hegewald 2018

Auf der diesjährigen Hegewald-Ausleseprüfung in Billerbeck konnten mehrere unserer Vereinsmitglieder überaus erfolgreich abschneiden. Im Durchschnitt haben die Hunde 226,5Pkte erreicht, das bedeutet mehr als alle Anlagenfächer mit 11Pkt und Abrichtefächer mit 10Pkt. Zwei Hunde konnten sogar auch dank unseres Vereinsgewässers 12Pkt an der lebenden Ente erarbeiten!

Platz 7:            Arie III vom Spanger-Forst mit Stephan Breuer: 242,0 HP sil

Platz 13:          Ulan von der Berkelquelle mit Hans-Josef Groten: 241,0

Platz 14:          Paule vom Schmiedehof mit Ludger Böhling: 240,5 sil

Platz 22:          Mirko III vom Gehrenberg mit Hans-Peter Hages: 236,0 spl

Platz 64:          Yola vom Schaar mit Franz Hermanns: 231,0 spl

Platz 93:          Umbra von der Berkelquelle mit Monika Bürgers: 225,5 sil

Allen ein herzliches Waidmannsheil und die besten Glückwünsche zu diesen absoluten Spitzenleistungen - wir freuen uns mit Euch!






Prüfungsherbst 2018 im JGV Neuss-Grevenbroich 1920 e.V.

Am 22. September 2018 fand im JGV Neuss-Grevenbroich die erste Zucht- und Leistungsprüfung HZP (BP §6 und §7 am 23.9.) statt, am 13.10. dann die zweite. Die VGP richtete der Verein am 15./16. September und 13./14. Oktober aus.

Auch in diesem Jahr musste der Verein erneut mit hohem Aufwand eine Prüfung an der „Müller-Ente“ in Niedersachsen organisieren. Den Verantwortlichen am dortigen Gewässer und unseren Richtern sei herzlich gedankt, dass sie den angetretenen Gespannen prüfungskonforme Möglichkeiten angeboten haben. Bis auf eines konnten so alle angetretenen Gespanne sehr gute Leistungen am Wasser zeigen. Für die übrigen Wasserfächer stand uns wie immer das Vereinsgewässer mit seinem dichten Schilfgürtel zur Verfügung....






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